Von der Studie zur dauerhaften Initiative

Transparenz, Informationen und Analysen für mehr gemeinsames Wirken

Was hinter der Initiative POLYPROBLEM steckt

Das weltweite Problem der Umweltbelastungen durch Kunststoffabfälle ist äußerst komplex. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die von zahlreichen Akteuren, der Wissenschaft, der Politik, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft bearbeitet werden.

Grob lassen sich die Handlungsfelder trennen in:

  • Kreislaufwirtschaft und verbessertes Recycling
  • Innovationen im Material- und Produktdesign
  • Abfallmanagement
  • Vermeidung von Einwegplastik
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Beseitigung von Kunststoffabfällen aus der Umwelt

In jedem dieser Handlungsfelder erscheint die Vielzahl der Projekte kaum überschaubar. So hoffnungsvoll die hohe öffentliche Aufmerksamkeit und das vielfältige Engagement für das Thema stimmen, so sehr erschwert diese Vielfalt die Orientierung und ein zielgerichtetes gemeinsames Wirken über die Grenzen von Organisationen und Sektoren hinweg.

Hier setzt POLYPROBLEM an. Mit ihrer gemeinsamen Initiative möchten die gemeinnützige Röchling Stiftung und das Beratungshaus Wider Sense das gemeinsame Wirken von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Förderern, öffentlichen Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen erleichtern und unterstützen.

Erste Ergebnisse waren 2019 der erste Themenreport „POLYPROBLEM – Herausforderungen, Akteure und Perspektiven“ und ein Stakeholder-Dialog in Berlin mit rund 150 Expertinnen und Experten. Die positive Resonanz und das große Interesse an einer Fortsetzung hat uns darin bestärkt, POLYPROBLEM zu einer dauerhaften Initiative weiterzuentwickeln.

Betrachtet man erfolgreiche Initiativen für sozialen Wandel, dann haben sie alle gemeinsam, dass verschiedene Ansätze und Akteure fokussiert zusammenarbeiten. Deshalb versteht sich POLYPROBLEM als offene Lern- und Vernetzungsplattform, der sich gleichgesinnte engagierte Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen anschließen können.

Die Initiative POLYPROBLEM besteht aus vier Modulen mit Fortbildungs-, Informations- und Kooperationsangeboten für Unternehmen, Organisationen, Initiativen und Personen, die sich intensiv mit der Lösung von Umweltproblemen durch Kunststoffabfall einsetzen möchten.

POLYPROBLEM Campus
… ist eine interaktive Lernplattform. In Webinaren, Workshops und Stakeholder-Dialogen teilen Praktiker, Kunststoff-Experten, NGOs und Forscher ihre Erfahrungen und ihr Wissen.

POLYPROBLEM Reports
… ist eine Reihe von Kurzstudien und Discussion Papers zu relevanten und aktuellen Themen. Die Reports machen Herausforderungen aus dem komplexen Handlungsfeld Kunststoff und Umwelt transparent. Sie geben Aufschluss über die wichtigsten Handlungsansätze, die wesentlichen Akteure und Lösungsversuche. Die Polyproblem-Reports erscheinen halbjährlich.

POLYPROBLEM Match
… ist die künftige Plattform der fördernden Institutionen. Hier können Unternehmen, Netzwerke, Stiftungen und Philanthropen ihre Ressourcen bündeln, Parallelstrukturen vermeiden und von einer isolierten Einzelprojektförderung zum Collective Impact kommen. Durch gezieltes Scouting, Ausschreibungen und Pitches bringen wir hier die besten Innovationen mit den für die Skalierung erforderlichen Ressourcen zusammen.

POLYPROBLEM Explorer
Alle reden über Kunststoff, aber kaum jemand kennt ihn persönlich. Eine Reihe von Exkursionen verschafft den Teilnehmenden Einblicke hinter die Kulissen von Produktionsunternehmen, anwendender Industrie, Recyclinganlagen und Forschungsinstituten – jeweils verbunden mit einem kritisch-konstruktiven Dialog.

Gemeinsam wollen wir uns dafür einsetzen, eine Welt ohne Plastikmüll zu schaffen. Unser Ziel ist es Maßnahmen zu entwickeln und zu verbinden, die maximale Wirkung entfalten. Wir werden erfolgreich gewesen sein, wenn wir es in ein paar Jahren geschafft haben, eine gemeinsame Initiative von Unternehmen, Stiftungen, Wissenschaft und Politik zu schaffen, um die besten Innovationen für eine plastikmüllfreie Umwelt marktfähig zu machen.